
Beim 9. Deutsch-Afrikanischen Wirtschaftsforum NRW in Dortmund übernahm africon-CEO Marc Zander die Moderation des Panels zu Rohstoffen, Infrastruktur und Industrie in Afrika.
Das Forum fand am 3. März 2026 in der IHK Dortmund unter dem Motto „Africa Business: Call to Action!“ statt und brachte mehr als 300 hochrangige Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Diplomatie zusammen. Seit 2010 von der Auslandsgesellschaft.de im Auftrag des Landes Nordrhein-Westfalen organisiert, hat es sich als eine der bedeutendsten Plattformen für den deutsch-afrikanischen Wirtschaftsdialog etabliert.

Das Panel fand vor dem Hintergrund wachsender Dringlichkeit bei der Rohstoffversorgungssicherheit statt. Europa bezieht derzeit den Großteil seiner Seltenen-Erd-Magnete aus China, eine Abhängigkeit, die zunehmend in den Fokus gerät, da China begonnen hat, Exportlizenzen für strategisch kritische Materialien einzuschränken. Direkt betroffene Branchen umfassen die Automobilindustrie, Verteidigung, Luft- und Raumfahrt, KI-Infrastruktur sowie Rechenzentren. Afrika verfügt über einen erheblichen Anteil der Ressourcen, die die europäische Industrie zur Diversifizierung dieser Lieferketten benötigt und macht den Rohstoffsektor des Kontinents damit zu einem Schwerpunktthema weit über die Rohstoffbranche hinaus.
Vier Praktiker mit fundierter operativer Erfahrung in Afrikas Rohstoff- und Infrastrukturlandschaft nahmen teil:
- Leandro Fernandez, CEO von INZAG Germany GmbH
- Sandy Bolte, Senior Manager Sustainable & International Trade Finance bei Projects Materials GmbH
- Martin Selig, CEO von FRENELL GmbH
- Mirko Liebetrau, Geschäftsführer von ISEBAR, Agentur für Rohstoffe und Nachhaltigkeit GmbH

Die Diskussion spiegelte einen grundlegenden Wandel wider: Deutsche Unternehmen betrachten Afrika zunehmend nicht mehr als Randmarkt für Exporte, sondern als strategischen Partner in globalen Wertschöpfungsketten für Rohstoffe, Energieinfrastruktur und Industrieentwicklung. Das Panel beleuchtete, was es braucht, um tragfähige, langfristige Geschäftsmodelle in Afrika aufzubauen.
Aus der Diskussion ergaben sich drei zentrale Erkenntnisse:
- Deutsche Unternehmen brauchen eine lokale Präsenz, sei es durch eigene Büros oder verlässliche lokale Partner.
- Infrastrukturprojekte werden auf zwei Ebenen gewonnen: lokal bei den vor Ort zuständigen Entscheidungsträgern und global dort, wo Projektentscheidungen letztlich fallen. Unternehmen müssen den gesamten Entscheidungsprozess von der lokalen Ebene aufwärts nachvollziehen.
- Deutsche Anbieter und Unternehmen sind in Afrika wettbewerbsfähig. China ist zwar stark präsent, doch beim Preis kann Deutschland vor Ort mithalten.
Deutsche Unternehmen, die ihre Afrikastrategie entwickeln oder schärfen möchten, ob in Rohstoffen, Infrastruktur oder industriellen Wertschöpfungsketten sind herzlich eingeladen, ein vertrauliches Gespräch mit africon zu führen.
africon bedankt sich herzlich bei Auslandsgesellschaft.de für die Ausrichtung einer so produktiven und zukunftsweisenden Veranstaltung und freut sich auf die Fortsetzung dieses Dialogs zur Unterstützung einer stärkeren deutsch-afrikanischen Zusammenarbeit.
Was ist Ihr Potenzial in Afrika? Bei Fragen kontaktieren Sie uns unter info@africon.de.